Risikobiographie: endlich bin ich auch bald HERRSCHER ÜBER DAS ---:
meister : mein freund ihr mögt über gewisse regionen herrschen doch lasst euch gesagt sein wohl gibt es weite
dunkle regionen in denen da herrscht daS gespenst namens anarchie
Risikobiographie: Wohl wahr Fremder, doch fürcht ich weder Tod noch Teufel und mit der Himmels Güte, deren ich mir Gewiss sein kann, werde auch ich das Licht in jene weiten Regionen führen.
meister: gewiss gewiss sprecht nur törichter... euren worten so lasst denn taten folgen: obschon ihr weder tod noch teufel fürchtet vor den menschen nehmt euch in acht
Risikobiographie: Nun denn. Ich werde ersuchen um des Himmels Beistand. Und bedenket wohl: Das Glück ist mit den Arglosen.
meister: des himmels beistand? des himmels beistabnd?
dies hier schaut nur um euch herum....
ist ein ort
lange schon
lange
gottverlassen
...
(schweigen)
meister:
ihr schweigt. zu recht
Risikobiographie: Nun denn Verzagter. Der Tag wird kommen, an dem auch die Sonne in eurem Herzen einen Wiederschein findet und sei es nur der Abglanz all dessen was einst darin schien.
meister: feierlich hebt ihr eure stimme und ich sage wieder: noch...
Risikobiographie: So denn. Hoffnung mein Guter. Hoffnung und Zuversicht.
meister: was darinnen schien war ein abglanz und verloren ging er, viele viele monde schon gingen ins land
ihr kennt diesen ort nicht - - -
diesen ort der verdammten
Risikobiographie: Ein Kämpe, dessen Mut und Zuversicht ihn haben verlassen. Verzagt seid Ihr. Aber so wahr die Sonne täglich kommt von Osten, so wahr folgt auf regen immer Sonnenschein.
meister: dieser ort mag wohl dem fremdling der unverzagt und guter gedanken, des tags ganz vertraulich und harmlos
erscheinen doch, ihr spracht es gerade: nach der nacht freilich folgt sonnenschein - doch was passiert in den dunklen stunden? ihr ahnt es nicht fremder...reitet fort!
So lange noch zeit ist...
Risikobiographie: Gar düsteres schwant mir. Ist so Schlimm um euch bestellt. Mag kein Ding des Tages eure Gefühle
erhellen?
meister:
...oder geht mit mir hinan in die Verdammnis:
doch, doch, hört, hört, fremder edelmann, ich bin guter dinge.. nichts vermag mir mehr meine sinne zu trüben (schallendes gelächter)
Risikobiographie: Ein Tor, ich merks. sarkasmus ist der Zufluchtsort der Hoffnungslosen, mein Freund.
meister: nennt ihr mich einen toren so seid ihr es der toll ist... doch wir wollen nichts überstürzen . diese
nacht wird die tollheit unwiderruflich über euch kommen. so wahr euch gott helfe (häßliches gelächter)
Risikobiographie: Einen schönen Meister schimpft ihr euch. Ein Meister der dunklen Seite des Mondes seit ihr. Was wollt ihr denn lehren, wie es einem Meister zusteht, ausser ewigliche Verdammnis. Nun gut. Auch Herakles ging
in den Hades um das Licht zu verbreiten. Ihm werde ich es heute Abend gleich tun. Und wenn ich es nicht
vermag eure Sinne mit Wonnen zu erfüllen möge mein Name von heute an Hanswurst sein.
meister: So spracht ihr, herr, so soll es sein . doch seid gewahr daß ihr euch einer zwar unwahrscheinlichen aber
doch einer möglichkeit anheim gebt, solltet ihr diese nacht nicht in sicherheit verbringen. herr - ich rede nur von der reinen möglichkeit .. doch träfe sie auf euch zu, träfe sie auf euch auch zu... -
ich wage es nicht weiterzureden...
fremdling ihr genießt bereits mein beigefühl. (aufgeregt)
ihr edlen herr habt auch nichts im sinne als abendliche bälle und lusterstreben....!
ganz so wie die Alte es mir vormals geweissagt hatte
Risikobiographie:
frisch gewagt. Dies ist nicht die Stunde für Zauderer. Es wird gehandelt. Und sollte mein Schicksal das für mich aus erkoren haben, was ihr befürchtet, so sei es. Keiner soll behaupten ich sei ein hasenfuss.
Zwar sprecht Ihr wahr: Aber sei ein Unterschied gemacht zwischen sittlichem Beisammensein und dionysischer
Ekstase.
meister: ooooh gewahr gewahr fremder, leicht schwatzet ihr vor euch hin...
Risikobiographie: Des Grübelns bin ich überdrüssig
An Taten fehlts, nicht an Worten
meister : des grübelns überdrüssig? so habt ihr des mals von zeit zu zeiten gegrübelt? hört, hört...
Risikobiographie:... Wie meinen?
meister: Was beschwerte euren hellen geist?
Risikobiographie : Das sein, in aller seiner Form
meister: und was bewog euch auszuziehen zu eurer, na ich will nicht recht sagen... aventüre?!
Risikobiographie: Die Einsicht, dass so manches das Missfällt nicht geändert werden kann, wenn man es nicht selbst tut.
meister : des Jugends ungestümes Gemüt...
ihr seid wohl ein rechter kerl - gott vergelts Euch.
Risikobiographie: Allzu flach erscheint mir nun auch diese meine Antwort. Doch höret: Um das Licht zu sehen muss man den Schatten kennen. Und je dunkler der Schatten desto heller erstrahlt das Licht, will man es sehen.
meister: ei das wisperte es wie vom winde der durch die blätter rauschet..
nutzet eure weisheit diese nacht setztet sie wohl ein wollt ihr bestehen.
Risikobiographie: So sei es denn. Möge Fortuna uns auf unserem Weg begleiten.
meister: so sei es und gelobet der tabak obendrein
Risikobiographie: Habe leider in trüber Nacht den Knopf, der falschen Anschein erregte, vorschnell gedrückt, weshalb mein Tabak Genuss heute gtrübt ist.
Zu leicht erscheint das Kraut für meine Lungen.
meister: ihr seid ein edler herr der wählen kann unter tausend kraut, orientalen, afrikaner... hier
an diesem ort wachset nur der indische hanf und der erscheint mir billig ... doch still nun, lauschet!
hört ihr die stimmen der hölle? hört nur...
Risikobiographie : Den Preis, oh Fremder, zahlt ihr selbst. Und was als billig euch erscheint, erweist sich desweilen als
teurer als gedacht, oder selten auch fürdar edel. Seltsame Kräfte liegen in diesem Hanf, wie mir berichtet. Der Muselmann, der ....(stockt) - Ich höre nichts. Ihr sprecht im Wahn.
meister : mein herr, ihr vernehmet nichts und hört auch mir nicht recht zu: ich sprachs doch - er erscheint mir recht und billig... und ihr müsst fürwahr aus dem gelobten land stammen - wenn ihr sie, die schrecklichen, nicht schreien hört...
so sprecht: seid ihr ein rosenkreuzer?
Risikobiographie: Gar seltsames geht hier vor.
Mit dem Orden habe ich fürwahr nichts zu schaffen.
meister : so seid ihr maurer?
Risikobiographie : seid einigen jahren haben mauern ihren alten wert verloren... Gar anders geartet ist mein Glaube. In keine weltliche Ordnung zu pressen.
meister: nennt mir die parole und ich will euch hinabführen...
Risikobiographie: An jenen Ort, der nicht bestimmt für Uns?
meister : ihr habt gar noch euren scharfen geiste (schmunzelndes gelächter)
Risikobiographie: Sollte er verloren gehen, sowärs ich mit ihm.
meister: SO werde ich euch nicht hinabführen können
Risikobiographie: Weshalb sollte ich sehen wollen, wo Engel furtchsam weichen?
meister: wartet nur wies um eurern geist steht wenn die dunkelheit über die gemächer kümmelt.
Risikobiographie: habt ihr jemals verloren euren geist?
meister : (schallendes gelächter) verloren?...... verloren??...... besessen?
seid Ihr etwa ein vom geiste bessesener - lange hab ich keinen gesellen eurer art mehr angetroffen.
Risikobiographie: wer könnte den Geist so bitterlich betrauern der niemals einen bessesen
meister: ihr habt einen langen weg hinter euch doch einen längeren dürstigeren vor euch..
Risikobiographie :Der Durst zwingt uns voran zu schreiten
meister : hört! ich habe meinen lebendigen leibes begraben müssen.
Risikobiographie : Wie das?
meister : - und jeden tag jede nacht jede stunde höre ich ihn klagend schreien..
Risikobiographie: Den Durst?
meister : den Geist. nein, nicht der des branntweines -
den geist , zusammen, mit dem durst
und allen dingen auf erden die mein.. verbuddelt.
Risikobiographie : so seit ihr ein verlassener. Und nicht wir haben euch verlassen, ihr selbst wart es.
meister :es war am sabbat und wiset: in dieser armee der verlassenen seid ihr wahrhaftig verlassen
Risikobiographie : Was scheren uns die anderen. Mit ihnen müsst ihr nicht leben. Wählen könnt ihr. es steht euch frei. Aber euch selbst kann kein Schwert entzweien. -
Und nur mit euch ist Friede ratsam
meister : mit welchem von uns ?
Risikobiographie : Mit Geist und Leibe
meister : ich kann mir einen Daumen abschneiden und wäre doch dersselbe.
Risikobiographie : Nicht die einheit des Körpers war gemeint, Törichter. Sondern die des Geistes und die der Affekte.
meister : schaut, mein ohr... - seht ihr diesen verband?....
Risikobiographie : (stutzend) Wie sollte dies angehen?
meister : vielleicht habt ihr längts schon euren scharfen geist hinter euch gelassen. vielleicht habe ich euch längts unmerklich hinabgeführt...
Risikobiographie : So verdient ihr den Namen den ihr tragt. Ein Meister führ wahr. Doch bezweifle ich das. Meine Sinne sind ungetrübt.
meister: woher wissts ihr? nichts AUSSER ihnen habt ihr.
Risikobiographie : Wohl wahr. Aber was mehr gäbe es zu verlangen?
meister : nicht Verlangen ists, gewissheit die fehlt allein. und sicherlich die freiheit hörte ich die alten jammern.
Risikobiographie: Doch für die Gewissheit fehlt es uns allen an Verstand. Raten können wir und erproben, hoffen und
Glauben. Aber Gewissheit findet ihr nur im Tod.
meister : so leben wir den tod! hört ihr... die stimmen, sie werden wieder unruhig... (zuckt zusammen)
Risikobiographie: Mir scheint euer Streben nach dem, was uns nicht eigen ist, bringt sie in ihre Nähe. Und den Tod leben wir nicht. Wir wanken durch Nebel, das ist wahr. Die Sicht ist getrübt, kaum sieht man seinen eigenen
Fuss. Aber ab und an sehen wir eine Blume auf dem Weg. Und eine Richtung müssen wir uns wählen. Egal
wohin sie führt. Sonst blieben wir stehen und sehen nichts.
meister : so lasst mein lied erklingen:
hört... (will zu singen beginnen...)
Risikobiographie : (unterbricht)
Wir sollten alle ein Lied erklingen lassen. Wie die Schiffe auf hoher See. In dem Nebel, den wir Leben
nennen, würde es uns nicht nur den Weg versüssen, sondern vielleicht auch den einen oder anderen Stein
erkennen lassen.
meister : mir schwant euch umnebeln die süßen orientalischen dämpfe und gerüche in dieser spelunke...
Risikobiographie: Vielleicht. Aber der Grund des gesagten heist: frisch auf voran. Wer zaudert und zu ändern versucht was nicht sein eigen, der zögert und bleibt stehen.
meister : ihr sprecht rätselhaft - doch wahrhaftig weise - wie diese münze hier in meiner hand auch zwei seiten
hat so bringt ihr zum ausdruck daß es nicht von bedeutung ob zaudern oder versuchen zu ändern - denn beides hiesse verweilen und so...
so verweilen wir ständig an diesem verdammten ort, seit ewigkeiten...
ihr habt es erfasst
Risikobiographie: Wenn ihr versucht zu ändern, was nicht in eurer Macht liegt, so stimmts was ihr gesagt.
meister: (in heftiger bewegung und mit irrem blicke, erhebt sich vom tische, tänzelt umher zu den klängen der musikkapelle die den saal betreten hat und beginnt besessen zu lachen) wir treffen uns in der unterwelt.
risikobiographie: (zu sich selbst)
Mir scheint seine Stimmen haben ihn letzendlich geholt
(ein häßliches lachen von ferne -
(zurück bleibt ein Gesicht, halb erstaunt, halb in trauer)